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Entwurfsverfahren Breite Straße
Entwurfsstudie für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz Berlin, Herbst 2008

Ein versetzt geführter Weg durchläuft den Block – in ihm entstehen drei ähnlich große umbaute Höfe, die zusammen mit der Blockrandbebauung eine Gesamtfigur bilden. Die Figur fügt sich in ihrer Maßstäblichkeit in den großformatigen städtischen Kontext. Ziel ist es, eine städtische Dichte zu erreichen und gleichzeitig eine hohe Wohnqualität in der Innenstadt zu ermöglichen: es entsteht im Blockinneren ein Spiel zwischen viergeschossiger und sechsgeschossiger Bebauung, die so versetzt wird, dass ein hoher Teil einem niedrigen gegenübersteht und die Belichtung und der Ausblick aus den Wohnungen optimiert wird.

Von den belebten Strassen – dem Petriplatz, der Breitestrasse und der Neumannsgasse – gelangt man durch großzügige zweigeschossige Tordurchfahrten auf den halböffentlichen Weg, der den Block durchquert. Vom Weg aus werden durch weitere Durchgänge die privateren Innenhöfe erschlossen. Diese sind gegliedert in Hofgärten für die Wohnungen im Blockinnenbereich und Grünräume, angrenzend an die Gewerbeflächen. Die Folge "Strasse – Weg – Hof" ist durch den Charakter der unterschiedlichen Freiräume, die zunehmende Ruhe und Grün erfahrbar. Die klare Struktur erleichtert die Orientierung und erhöht die Sicherheit.

Jede einzelne Parzelle ist von der Strasse erschlossen und besteht aus Vorder- und Hinterhaus bzw. einem in die Tiefe gehenden Eckhaus. Die unterschiedlichen Parzellenbreiten von 17-47 m sind zum einen eine Reaktion auf die gegenüberliegende Bebauung. Zum anderen können durch die ungleichen Grundstückszuschnitte und –größen verschiedenen Anforderungen der Anleger und Investoren entsprochen und differenzierte Wohnungstypen entwickelt werden.

Julia Dahlhaus Philipp Wehage mit Gesine Gummi