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Max-Taut-Aula Berlin-Lichtenberg
Sanierung und Wiederaufbau der von Max Taut erbauten, denkmalgeschützten Ruine zum multifunktionalen öffentlichen Veranstaltungssaal
Bauherr: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Projektleitung Lph 2-8 bei Max Dudler, 2004-2007
1929 vollendet, war die Aula, das bauliche Herzstück der von Max Taut erbauten Schule am Nöldnerplatz in Berlin-Lichtenberg. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie durch Brandbomben erheblich beschädigt. Die Herausforderung, das Gebäude denkmalgerecht zu rekonstruieren, galt es mit der Aufgabe, vielfältige Nutzungen des Saales zu ermöglichen zu verbinden.
Die gesamte Grundriss- und Raumanordnung mit der achsialen Raumfolge von Haupteingang, Foyer, Saal und Bühne sowie den jeweils seitlich symmetrisch angeordneten Nebenräumen wurde komplett erhalten. Die Fassaden wurden weitestgehend nach Bestand rekonstruiert bzw. wo möglich saniert, wobei die Fenster u.a. aus akustischen und bauphysikalischen Gründen durch in der Profilierung aus dem Bestand entwickelte zeitgenössische Stahl- bzw. Holzkonstruktionen ersetzt wurden.
Durch den Einbau klar ablesbarer, neuer bühnentechnischer Elemente (Teleskoptribühne, optische Saalverkleinerung mittels aus der Saaldecke herabfahrbarer Vorhänge, Hubpodium als Bühnenerweiterung) sowie durch sich auf die Saalmitte beschränkende Anpassungen der historischen Substanz wurde der zeitgenössischen Nutzbarkeit des Saales Rechnung getragen. Die neuen Elemente ergänzen sich dabei in idealer Weise mit dem Bestand zu einem neuen Ganzen.
Claudia Kruschel
Foto: Stefan Müller
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