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Baugruppenprojekt Wohnen am Weissen See
Haus C und Freiraumgestaltung
Projektentwicklung und Lph 1-9 Hochbau / Lph 1-3 Freiraum, 2007-2010

Auf dem ca. 5.600 qm großen Grundstück, direkt am Weissen See gelegen, werden neben dem schon bestehenden Altbau (1903 als erstes Rathaus von Weißensee erbaut) vier Neubauten errichtet.

Haus C bildet nach Norden die Kante zum Park, nach Süden einen gemeinsamen Außenraum mit dem Altbau, nach Westen einen mit Haus B. Der Baukörper ist viergeschossig und hat insgesamt acht Wohnungen. Das Gebäudekonzept nutzt die Lage mit dem wunderschönen Blick in die Bäume nach Norden und die Sonnenseite zum geschützten Raum nach Süden: durch Raumfluchten mit Durchblicken sollen die unterschiedlichen Außenräume und ihre spezifischen Qualitäten erlebbar gemacht werden und Wohnungen mit großzügigem Zuschnitt entstehen.

Pro Etage sind zwei Wohnungen zwischen 110 und 185 qm Wohnfläche mit Terrassen geplant. Jede Wohnung hat zudem noch eine Ost- bzw. Westorientierung. Das Raumraster ist festgelegt, es lassen sich jedoch zwischen den einzelnen Räumen Öffnungen planen, die Durchblicke, Transparenz und Ausblicke in verschiedene Richtungen ermöglichen. Das Konzept geht von gut proportionierten Raumgrößen aus, die sich durch ein Zusammenschließen oder Trennen von Räumen unterschiedlichen Lebensphasen anpassen können.

Das gesamte Grundstück ist autofrei, denn geparkt wird in der Tiefgarage oder auf der Straße. Damit können auch die Gemeinschaftsflächen zwischen den einzelnen Häusern von allen Bewohnern als gemeinsame Spiel- und Aufenthaltsbereiche genutzt werden. Die baumbestandenen Wiesen aus dem Park setzen sich in aufgelockerter Form auf dem Grundstück fort. Unterbrochen werden sie von einer befestigten Platzfläche. Die Erschließung der einzelnen Gebäude erfolgt über diesen zentralen Platz. Den Erdgeschosswohnungen wird jeweils ein Streifen als Sondernutzungsflächen zugewiesen. Die Negativräume, die sich aus der Form dieser Bereiche ergeben, werden als gemeinschaftlich nutzbare Gartenräume mit verschiedenen Atmosphären ausgebildet.

Julia Dahlhaus Michael Müller Maria Simons
mit Susanne Ebert und Gesine Gummi

Foto: Werner Huthmacher